Novemberwetter

Grau zieht der Nebel – aber das kennt man ja.

Das jedoch die Tage im November nochmal soviel heller werden hätte ich mir nie träumen lassen.

Mit gut zwei Monaten Verspätung wurde heute endlich unser Gerüst abgebaut, und es ist wirklich unglaublich um wieviel heller die Wohnung dadurch wird, selbst in den grauen, trüben Tagen des November.

Man gewöhnt sich so schnell an die Dunkelheit, das ich vollständig vergessen hatte wie hell unsere Wohnung zuvor war, und es ist so schön endlich wieder Licht zu sehen (auch am Ende des Tunnels).

Smart?

Donnerstag-Morgen, 8:20 Uhr auf der B101 Richtung Süden. Die Straße ist vierspurig ausgebaut, Tempolimit 120 km/h. Auf der linken Spur zieht ein Smart an mir vorbei, deutlich mehr als 10 km/h schneller als ich, also sagen wir mal mit 140 km/h.
Plötzlich Nebel, geschätzte Sichtweite 75-100 m. Was macht der clevere Smart-Fahrer in dieser Situation? Nebelschlussleuchte einschalten! Langsamer wird er nicht.
Wie doof kann man eigentlich sein?

Wer braucht schon Enkel?

(Bunkerbeton, Teil 2)

Die Vorgeschichte gibts hier: Ich brauche dringend Enkel

Als ich meinem Baumeister, dem Besitzer des Hammers, mein Werk präsentierte, staunte er nicht schelcht über den Beton, den die damals verwendet haben. Aber das dem mit einem normalen, kleinen Stemmhammer nicht beizukommen sei, war ihm sofort klar: da müsse „der große Gelbe“ ran, der knackt das weg.

Heute erhielt ich also „den großen Gelben“. Der ist schon wie ein richtiger Presslufthammer, nur halt mit Strom. Dummerweise macht ihn der enthaltene Motor erheblich schwerer als einen gleichwertigen Hammer mit Pressluft. Das Ding wiegt schätzungsweise 5-6 mal so viel wie der kleine, aber er hat halt auch richtig Bums.
Langer Rede kurzer Sinn: ein „großer Gelber“, ein guter Vorschlaghammer, eine Flex und eine Stunde harter Arbeit und die Mauer ist Geschichte.
Meine Rücken schreit mich an, ich hätte das doch den Enkeln überlassen sollen, aber soviel Zeit habe ich nunmal nicht, und immerhin habe ich mir mein Feierabendbier redlich verdient. Prost!


Und da schließt sich dann auch wieder der Kreis zu meinem derzeitigen Lieblingslied: Preßlufthammer-B-B-Bernhard

Ich brauche dringend Enkel!

(Bunkerbeton, Teil 1)

Eine Jauchewanne im Hof, als Pool zu klein und als Hochbeet zu undurchlässig, also muss sie weg. An dieser Betonwand hat sich schon der Bagger unseres Tiefbauers die Schaufelzähne ausgebissen, und der meinte, das sei Bunkerbeton und den könne man nur wegstemmen.

Eisenbinden, Betonstemmen und Schuttschippen sind zufällig die Dinge, die ich damals während meiner Ferienjobs auf der Baustelle gelernt habe (neben ohne Hände zu rauchen, um halb neun Bier trinken und während einer Zigarettenpause die Schaufel nicht aus der Hand zu legen und schwer beschäftigt auszusehen, falls zufällig der Polier vorbeikommt). Und da gerade ein Stemmhammer anwesend ist: frisch ans Werk!

Nach wenigen Minuten weiss ich was „Bunkerbeton“ bedeutet, der Beton im Wasserkraftwerk Wülmersen ist nicht so hart wie der meiner Jauchewanne. Nach einer Stunde Schwerstarbeit für mich und den Hammer habe ich dieses imposante Stück aus der Wand herausgearbeitet. Bei dem Tempo werde ich die Mauer zu Lebzeiten nicht mehr beseitigt bekommen, und auch meine Kinder zu ihren Lebzeiten nicht: ich brauche dringend Enkel, sie hätten vielleicht die Chance dieses Werk zu vollenden!

Fortetzung folgt: Wer braucht schon Enkel?